D E UTSCHLAND zahlt in Gold und Silber




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Nach dem ersten Weltkrieg galten folgende Heimatzeichen:
 

Kraftfahrzeug-Kennzeichen im Deutschen Reich
Preußen
IA
Landespolizeibezirk Berlin
IB
Grenzmark Posen-Westpreußen(bis 1938)
IC
Provinz Ostpreußen
IE
Provinz Brandenburg
IH
Provinz Pommern
IK
Provinz Ober und Niederschlesien
IL
Regierungsbezirk Sigmaringen
IM
Provinz Sachsen
IP
Provinz Schleswig-Holstein
IS
Provinz Hannover
IT
Provinz Hessen-Nassau
IX
Provinz Westfalen
IY
Regierungsbezirk Düsseldorf
IZ
sonstige Rheinprovinzen
Bayern
IIA
Stadtbezirk München
IIB
Regierungsbezirk Oberbayern
IIC
Regierungsbezirk Niederbayern
IID
Regierungsbezirk Pfalz
IIE
Regierungsbezirk Oberpfalz
IIH
Regierungsbezirk Oberfranken
IIN
Stadtbezirke Nürnberg und Fürth
IIS
Regierungsbezirk Mittelfranken
IIU
Regierungsbezirk Unterfranken
IIZ
Regierungsbezirk Schwaben und Neuburg
Freistaat Sachsen
I
Kreishauptmannschaft Bautzen
II
Kreishauptmannschaft Dresden
III
Kreishauptmannschaft Leipzig
IV
Kreishauptmannschaft Chemnitz
V
Kreishauptmannschaft Zwickau
Württemberg
IIIA
Polizeipräsidium Stuttgart
IIIC
Neckarkreis (Backnang, Besigheim, Böblingen, Brackenheim, Eßlingen)
IIID
Neckarkreis (Heilbronn, Leonberg, Ludwigsburg, Marbach, Maulbronn)
IIIE
Neckarkreis (Neckarsulm, Vaihingen, Waiblingen)
IIIH
Schwarzwaldkreis (Balingen, Calw, Freudenstadt, Herrenberg, Horb, Nagold)
IIIK
Schwarzwaldkreis (Neuenbürg, Nürtingen, Oberndorf, Reutlingen, Rottenburg)
IIIM
Schwarzwaldkreis (Rottweil, Spaichingen, Sulz, Tübingen, Tuttlingen, Urach)
IIIP
Jagstkreis (Aalen, Crailsheim, Ellwangen, Gaildorf, Gerabronn)
IIIS
Jagstkreis (Gmünd, Hall, Heidenheim, Künzelsau)
IIIT
Jagstkreis (Mergentheim, Neresheim, Öhringen, Schorndorf, Welzheim)
IIIX
Donaukreis (Biberach, Blaubeuren, Ehingen, Geislingen, Göppingen, Kirchheim)
IIIY
Donaukreis (Laupheim, Leutkirch, Münsingen, Ravensburg, Riedlingen)
IIIZ
Donaukreis (Saulgau, Tettnang, Ulm, Waldsee, Wangen)
IVB
Baden
Th
Thüringen
VH
Hessen (ab 1937)
VO
(Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach, Schotten) (bis 1937)
VR
Provinz Rheinhessen (Alzey, Bingen, Mainz, Oppenheim, Worms) (bis 1937)
VS
Provinz Starkenburg (Bensheim, Darmstadt, Dieburg, Erbach, Groß-Gerau, Heppenheim, Offenbach) (bis 1937)
M
Mecklenburg (ab 1934)
MI
Mechlenburg-Schwerin (bis 1934)
MII
Mecklenburg-Strelitz (bis 1934)
OI
Oldenburg (ab 1937)
OI
Landesteil Oldenburg (bis 1937)
OII
Landesteil Lübeck (bis 1937)
OIII
Landesteil Birkenfeld (bis 1937)
A
Anhalt
B
Braunschweig
HH
Hansestadt Hamburg
HB
Hansestadt Bremen
HL
Hansestadt Lübeck (bis 1937)
L
Lippe
SL
Schaumburg-Lippe
W
Waldeck (bis 1928)
SAAR
Saarland (ab 1935)
Das Saarland besaß bis zur Wiederangliederung an das Deutsche Reich am 1.3.1935 ein eigenes Nationalitätenkennzeichen 

Nichtprivate Kraftfahrzeuge wurden territorial unabhängig mit folgenden Kennzeichen versehen:
 
 
RP
Reichspost
DR
Deutsche Reichsbahn
RW
Reichswehr bis 1935
WH
Wehrmacht/Heer ab 1935
WM
Wehrmacht/Kriegsmarine ab 1935
WL
Wehrmacht/Luftwaffe ab 1935
Pol
Polizei ab 1935
RAD
Reichsarbeitsdienst ab 1941
OT
Organisation Todt ab 1943
RK
Deutsches Rotes Kreuz ab 1943
SS
Schutzstaffel ab 1936

Mit der Eingliederung Österreichs am 13.3.1938 wurden die dort geltenden Vorschriften zur Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen übernommen, obwohl im Erscheinungsbild ein deutlicher Unterschied zu den deutschen Kennzeichen bestand. Die Kennzeichen waren mit weißer Schrift auf schwarzen Grund ausgeführt und trugen folgende Buchstabengruppen zur Kennzeichnung der Landesteile:
 
 
W Wien
Nd
Niederdonau
Od
Oberdonau
Sb
Salzburg
St
Steiermark
K
Kärnten
TV
Tirol-Vorarlberg
Fahrzeuge aus Österreich trugen bis dahin das Nationalitätenkennzeichen 

Mit der von der Tschechoslowakischen Republik erzwungenen Abtretung des Sudetengebietes im Herbst 1938 wurde das Kennzeichen
 
S
Bereich der Regierungsbezirke Karlsbad, Aussig und Troppau
eingeführt. Diejenigen Gebiete, die an Preußen, Bayern oder Österreich angegliedert wurden, erhielten die jeweils dort geltenden Kennzeichen.
Nach der gewaltsamen Annexion der restlichen Gebiete der Tschechoslowakei am 15.3.1939 wurde das sogenannte "Protektorat Böhmen und Mähren" geschaffen, in dem folgende KFZ-Kennzeichen vorgeschrieben wurden.
 
PA Land Böhmen
PB
Land Mähren-Schlesien
PC
Bahn-und Postverwaltung
PD
Stadt Prag
PS
Sicherheitsorgane
PV
Verwaltung
Fahrzeuge aus der Tschechoslowakischen Republik trugen bis dahin das Nationalitätenkennzeichen 

Nach dem Kriegsausbruch und dem Einmarsch deutscher Truppen in Polen wurden im Oktober 1939 Teile Polens als zum Deutschen Reich gehörig erklärt. Diejenigen Gebiete, die den Provinzen Ostpreußen und Schlesien angegliedert wurden, erhielten die dortigen KFZ-Kennzeichen. Die übrigen Gebiete wurden in zwei sogenannte Reichsgaue eingeteilt:
 
P
Reichsgau Wartheland
DW
Reichsgau Danzig-Westpreußen
Aus den restlichen besetzten polnischen Gebieten wurde das sogenannte Generalgouvernement gebildet, in dessen Distrikten folgende KFZ-Kennzeichen benutzt werden mußten:
 
I Ost Distrikt Krakau
II Ost
Distrikt Lublin
III Ost
Distrikt Radom
IV Ost
Distrikt Warschau
V Ost
Distrikt Galizien
Polen besaß bis dahin das Nationalitätenkennzeichen 

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Werner Peters  
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